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Partnerschaft Engelscher Hof

Die Gnadenkirche hat im Rahmen ihrer Mehrgenerationenarbeit im Herbst 2008 etwas Neues gestartet: eine Partnerschaft mit einem anderen Mehrgenerationenhaus, konkret: eine Partnerschaft mit dem Engelschen Hof, Jugendbildungsstätte Alte Synagoge Röbel.
Diese Einrichtung, die sich in der Jugendbildungsarbeit besonders engagiert, befindet sich in Röbel am Müritzsee in Mecklenburg-Vorpommern.

Der Engelsche Hof passt sogar namentlich zur Gnadenkirche:
Schließlich gibt es an der Gnadenkirche den Gemeindesaal "Engel am Dom" und den Posaunenengels auf der Turmspitze!

 

  

Engelscher HOF
Der Engelsche Hof - Jugendbildungsstätte Alte Synagoge Röbel - bietet Übernachtungsmöglichkeit in ihrer Herberge für Einzelpersonen, Gruppen und Schulklassen bis zu 30 Personen in 2- bis 4-Bett-Zimmern, modern und komfortabel eingerichtet mit eigenen Bädern. Zwei der Zimmer sind behindertengerecht/ behindertenfreundlich. Für Bildungsveranstaltungen und Filmvorführungen gibt es zwei große Räume (kombinierter Speise- und Veranstaltungssaal sowie die ehemalige Synagoge). Ein weiterer kleiner Raum kann für Gruppenarbeit und Seminare genutzt werden.

Die ständige Ausstellung zum Thema Jüdische Geschichte in Mecklenburg bildet den inhaltlichen Schwerpunkt des Bildungskonzeptes und kann auch für unterrichtsbezogene Projektarbeit genutzt werden. Es gibt die Möglichkeit von wechselnden Expositionen, die auch von und mit Schülern gestaltet werden können.

Die Einrichtung bietet Gespräche und Begegnungen mit Zeitzeugen - auch im Schulunterricht. Schüler und Jugendliche werden bei Seminaren und Projekttagen dazu angeregt, Geschichten nachzugehen und zu dokumentieren. Sie erhalten Anregungen sowie inhaltliche und didaktische Unterstützung. Im Sommer werden internationale Workcamps durchgeführt, bei denen sich Jugendliche aus der ganzen Welt zu gemeinsamen Projekten treffen. Anliegen des Trägervereins "Land und Leute e.V." ist es, diesem historisch und geschichtlich bedeutenden Ort eine lebendige Nutzung mit Erinnerungskultur, Bildungsinhalten, nationalen und internationalen Begegnungen als Teil eines gastfreundlichen und toleranten Mecklenburg-Vorpommern sehens- und besuchenswert für Menschen aller Generationen zu präsentieren.


Innenhof Engescher Hof
  
  
Bericht über einen Kurzbesuch im Engelschen Hof
am 3. September 2008, verfasst von Presbyter Ekkehard Schmidt

"Das Mehrgenerationenhaus Engelscher Hof liegt in einer kleinen Seitengasse des ca. 5500 Bewohner umfassenden Städtchens Röbel am Müritzsee, etwa 5-10 Minuten vom Markplatz und der lutherischen Kirche entfernt.
Der Engelsche Hof liegt hinter einem Tor, mit der alten, restaurierten Synagoge auf der einen Seite und drei weiteren Gebäudeflügeln rings um den Hof, in denen sich ein Büro und Unterbringungsmöglichkeiten für Gruppen sowie Seminarräume und ein Ausstellungsraum befinden.


Ekkehard Schmidt
im Engelschen Hof
   

Die Synagoge war schon vor 1938 in Privatbesitz und wurde lange Jahre als Auto-Werkstatt benutzt, so dass sie die Reichspogromnacht im November 1938 überstanden hat. Sie ist zu Beginn der 90iger Jahre hervorragend restauriert worden, und da sie nicht geweiht ist, kann sie heutzutage für vielfältige kulturelle Veranstaltungen genutzt werden; z.Zt. ist eine Bilder-Ausstellung gehängt; aber es können auch Lesungen und Kammerkonzerte dort stattfinden.

Die Dauerausstellung im 1. Stock des Seminargebäudes behandelt die Geschichte des Judentums zur Zeit des Nationalsozialismus in Mecklenburg; auf Schautafeln und anhand von Sachgegenständen wird ein lebendiges Bild der Zeit und ihrer Schrecken deutlich.
Die Seminarräume sind geschmackvoll und ansprechend eingerichtet.

Der gepflasterte Innenhof  bietet mit entsprechendem Mobiliar die Möglichkeit für mancherlei Aktivitäten (z.B. Grillabende)

Wir wurden bei unserem Besuch von zwei jungen Leuten in Empfang genommen, die beide in der Einrichtung ihr soziales Jahr ableisten, ein Zivildienstleistender aus Westdeutschland und eine Abiturientin aus Suhl/Thüringen. Später kam Frau V. Bruhn dazu; sie ist beim Sozialverband Deutschland beschäftigt, die sich um Seniorenarbeit im Engelschen Hof  bemüht. Ihre Tätigkeit macht sie z.T. ehrenamtlich. - Die Leitung der Jugendbildungsstätte an der Alten Synagoge war zu dem Zeitpunkt nicht im Hause, und der „Haupt-Mitarbeiter“ dieser Bildungseinrichtung, Herr Dr. Kreibig, war mit einer Gruppe israelischer Jugendlicher zu einer Besichtigungsfahrt unterwegs in Mecklenburg. (Die Woche davor war eine polnische Jugendgruppe zu Besuch im Hause.)

Die Einrichtung und ihre Arbeit sind anders strukturiert als bei uns; während bei uns eine Vielzahl von Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, usw. angeboten werden, legt man in Röbel den Schwerpunkt auf die Bildungsarbeit mit wechselnden Gruppen, die auch im Haus übernachten, man wolle aber auch für Jugendliche vor Ort demnächst etwas anbieten.

Die vorhandenen Übernachtungsmöglichkeiten und die Seminarräume eignen sind m. E. sehr gut für den Besuch großer und kleiner Gruppen (Verpflegung kann übrigens auch gebucht werden). Die Fahrt von hier bis Röbel beträgt allerdings ca. 650 km."

   
Mehr Infos: www.engelscherhof.de
  
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